Mehr Komfort im Erdgeschoss
Eine gedämmte Kellerdecke kann die Oberflächentemperatur des Fußbodens erhöhen und das Gefühl kalter Böden reduzieren.
Leistung 03 · Unterer Gebäudeabschluss
Eine Kellerdeckendämmung in Lübeck trennt beheizte Wohnräume vom unbeheizten Keller und kann mit überschaubarem Eingriff für wärmere Fußböden sorgen.

Förderung
Bis zu
12.000 €
Förderung möglich
20 % Zuschuss mit iSFP · bis zu 60.000 € förderfähige Ausgaben
Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sind für Maßnahmen an der Gebäudehülle bis zu 20 % Zuschuss bei bis zu 60.000 € förderfähigen Ausgaben je Wohneinheit und Kalenderjahr möglich.
Ohne iSFP beträgt die Grundförderung 15 %. Die tatsächliche Förderung hängt von den jeweiligen Fördervoraussetzungen ab.
Fördermöglichkeiten prüfenNutzen der Maßnahme
Deckenaufbau, Raumhöhe, Leitungen und Untergrund bestimmen die mögliche Dämmstärke und Befestigung. EINMAL6 plant die Kellerdämmung in Lübeck passend zur tatsächlichen Nutzung des Untergeschosses.
Eine gedämmte Kellerdecke kann die Oberflächentemperatur des Fußbodens erhöhen und das Gefühl kalter Böden reduzieren.
Die Dämmung reduziert den Wärmestrom vom beheizten Erdgeschoss in einen unbeheizten Keller.
Die Ausführung erfolgt meist von der Kellerseite. Wohnräume bleiben dadurch in vielen Fällen weitgehend unberührt.
Gemeinsam mit Fassade, Dach und Fenstern trägt die Kellerdecke zu einer geschlosseneren thermischen Hülle bei.
Orientierung
Grundlagen
Bei der Kellerdeckendämmung wird die Unterseite der Decke zwischen unbeheiztem Keller und beheiztem Erdgeschoss mit Dämmstoff versehen. Die Dämmung hält mehr Wärme in den Wohnräumen und reduziert den Temperaturunterschied zwischen Raumluft und Fußboden.
Platten können abhängig vom System geklebt, gedübelt oder mechanisch befestigt werden. Leitungen, Unterzüge und unebene Flächen benötigen angepasste Lösungen, damit die Dämmung möglichst durchgängig ausgeführt wird.
Typische Ausgangslagen
Planungsvarianten
Die passende Ausführung wird aus dem Bestand und dem Sanierungsziel abgeleitet. Folgende Varianten und Planungsaspekte sind für diese Maßnahme besonders relevant.
Starre oder lamellenartige Dämmplatten werden an der Kellerdecke befestigt. Das System richtet sich nach Untergrund, Brandschutz, Optik und vorhandener Höhe.
Mineralische, synthetische oder andere geeignete Systeme unterscheiden sich in Wärmeleitfähigkeit, Oberfläche und Aufbauhöhe. Die notwendige Stärke wird projektbezogen bestimmt.
Rohrleitungen, Kabel, Leuchten und Unterzüge können eine ebene Fläche verhindern. Sie werden freigehalten, versetzt oder mit passenden Detailstücken in die Dämmebene integriert.
An Kelleraußenwänden, Treppenabgängen und Durchdringungen entstehen mögliche Wärmebrücken. Hier ist eine sorgfältige Ausbildung besonders wichtig.
Bestandsgebäude
Altbaukeller haben häufig unebene Decken, geringe Raumhöhen, zahlreiche Leitungen oder erhöhte Feuchtigkeit. Vor einer Dämmung werden Untergrund und Nutzung deshalb genau geprüft.
Eine niedrige Decke kann dünnere Dämmstoffe mit besserer Wärmeleitfähigkeit erfordern. Feuchteursachen müssen unabhängig von der Dämmung geklärt werden; die Maßnahme ersetzt keine Kellerabdichtung.
Ein Ansprechpartner. Sechs Maßnahmen.
Energetische Maßnahmen müssen nicht isoliert geplant werden. EINMAL6 koordiniert Schnittstellen und unterstützt dabei, eine sinnvolle Reihenfolge für das konkrete Gebäude zu finden.
Beide Maßnahmen schließen unterschiedliche Bereiche der thermischen Gebäudehülle.
Zur Leistung →WärmepumpeWeniger Wärmeverlust kann die energetischen Voraussetzungen für eine neue Heiztechnik verbessern.
Zur Leistung →DachdämmungOberer und unterer Gebäudeabschluss lassen sich als Sanierungspaket sinnvoll priorisieren.
Zur Leistung →Frühzeitig prüfen
Eine Kellerdeckendämmung kann als Maßnahme an der Gebäudehülle unter die Bundesförderung für effiziente Gebäude fallen. Technische Mindestanforderungen und die mögliche Einbindung eines Energieeffizienz-Experten sind vor Beginn zu klären.
Je nach Gesamtkonzept können BAFA-Zuschüsse, KfW-Finanzierungen oder ein iSFP relevant sein. Förderbedingungen und -höhen ändern sich. Fachpartner prüfen die aktuelle Situation und können erforderliche Unterlagen vorbereiten beziehungsweise einreichen.
Energieberatung und Ausführung
Bei Förderprüfung, technischen Nachweisen oder einem individuellen Sanierungsfahrplan kann die Mitwirkung eines qualifizierten Energieberaters beziehungsweise Energieeffizienz-Experten erforderlich oder sinnvoll sein. EINMAL6 arbeitet bei Bedarf mit entsprechenden Fachpartnern zusammen und ist selbst nicht als Energieberater bezeichnet.
Kurze Abstimmungswege verbinden Förderprüfung, erforderliche Nachweise und die ausführenden Gewerke. Die zuständigen Fachpartner können Förderunterlagen vorbereiten und einreichen. Termine werden soweit verfügbar kurzfristig abgestimmt; für Bearbeitungszeiten oder eine Bewilligung kann keine Garantie gegeben werden.
Schritt für Schritt
Kellernutzung, Komfortproblem und Sanierungsziel werden geklärt.
Fläche, Höhe, Untergrund, Feuchte und Installationen werden aufgenommen.
Material, Dämmstärke, Befestigung und Detailausbildung werden festgelegt.
Mögliche Programme und technische Vorgaben werden vorab geprüft.
Flächen, Details und gegebenenfalls notwendige Vorarbeiten werden beschrieben.
Untergrund und störende Installationen werden gemäß Planung vorbereitet.
Flächen und Anschlüsse werden möglichst lückenlos ausgeführt.
Befestigung, Übergänge und freizuhaltende Bauteile werden kontrolliert.
Häufige Fragen
Antworten auf typische Fragen zu Kosten, Technik, Förderung, Altbau und Ablauf.
Für eine fachgerecht ausgeführte Kellerdeckendämmung kann man bei einer gut zugänglichen und weitgehend ebenen Kellerdecke grob mit etwa 50 bis 100 € pro m² rechnen. Aufwendige Untergründe, viele Leitungen oder Rohre sowie besondere Brandschutzanforderungen können die Kosten erhöhen. Bei einem Einfamilienhaus mit beispielsweise 80 m² Kellerdecke ergibt sich damit als grobe Orientierung ein Gesamtpreis von etwa 4.000 bis 8.000 €. Der tatsächliche Preis hängt insbesondere von der Fläche, dem gewählten Dämmstoff, der erforderlichen Dämmstärke, der Beschaffenheit der Kellerdecke und vorhandenen Leitungen oder Installationen ab.
Eine ungedämmte Kellerdecke sorgt dafür, dass Wärme aus den beheizten Wohnräumen in den unbeheizten Keller verloren geht. Durch eine Kellerdeckendämmung lassen sich diese Wärmeverluste deutlich reduzieren. Je nach Gebäude und Ausgangszustand kann eine Kellerdeckendämmung grob etwa 5 bis 10 % Heizenergie einsparen. Ein einfaches Beispiel: Verbraucht ein älteres Einfamilienhaus jährlich 20.000 kWh Heizenergie, entsprechen 5 bis 10 % etwa 1.000 bis 2.000 kWh pro Jahr. Bei angenommenen 12 Cent je kWh wären das rund 120 bis 240 € weniger Heizkosten jährlich. Die tatsächliche Einsparung hängt vom Gebäude, der Kellerfläche, dem bisherigen Aufbau der Kellerdecke, der Dämmstärke und dem Heizverhalten ab.
In der Praxis werden häufig Dämmstärken von etwa 8 bis 12 cm eingesetzt. Je nach Dämmstoff, vorhandener Raumhöhe und energetischem Ziel können auch größere Dämmstärken sinnvoll oder erforderlich sein. Entscheidend ist nicht allein die Dicke der Dämmplatte, sondern ihre Wärmeleitfähigkeit. Zwei Dämmstoffe mit gleicher Dicke können deshalb unterschiedlich gut dämmen. Soll die Kellerdeckendämmung gefördert werden, müssen außerdem die technischen Mindestanforderungen des jeweiligen Förderprogramms eingehalten werden. Die erforderliche Konstruktion wird deshalb vor der Ausführung festgelegt.
Eine förderfähige Kellerdeckendämmung zählt im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude zu den Maßnahmen an der Gebäudehülle. Der Grundfördersatz beträgt 15 %. Wird die Kellerdeckendämmung im Rahmen eines förderfähigen individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) umgesetzt, können weitere 5 Prozentpunkte hinzukommen. Damit sind insgesamt bis zu 20 % möglich. Beispiel: Kostet eine förderfähige Kellerdeckendämmung 8.000 €, entsprechen 15 % einem Zuschuss von 1.200 €. Mit iSFP und insgesamt 20 % Förderung wären es 1.600 €. Mit iSFP können bei entsprechenden Voraussetzungen bis zu 60.000 € förderfähige Ausgaben je Wohneinheit und Kalenderjahr berücksichtigt werden. Ob eine konkrete Kellerdeckendämmung die technischen Fördervoraussetzungen erfüllt, muss vor Beginn der Maßnahme geprüft werden.
Vor allem bei einem unbeheizten Keller und einer bislang ungedämmten Kellerdecke ist die Kellerdeckendämmung häufig eine der vergleichsweise einfachen energetischen Maßnahmen am Gebäude. Neben der Energieeinsparung gibt es einen unmittelbar spürbaren Effekt: Die Fußbodenoberfläche im Erdgeschoss wird wärmer. Gerade bei älteren Häusern mit kalten Fußböden über dem Keller kann sich dadurch der Wohnkomfort deutlich verbessern. Ob sich die Maßnahme wirtschaftlich lohnt, hängt von den Kosten, dem bisherigen Dämmstandard und den Energiepreisen ab. Bei gut zugänglichen Kellerdecken ist der bauliche Aufwand im Vergleich zu vielen anderen Sanierungsmaßnahmen häufig überschaubar.
Für Kellerdecken werden häufig Dämmplatten aus EPS, Mineralwolle oder anderen speziell für Kellerdecken vorgesehenen Dämmstoffen eingesetzt. EPS ist vergleichsweise leicht und wirtschaftlich. Mineralwolle bietet unter anderem Vorteile beim Brand- und Schallschutz. Je nach Keller und gewünschter Oberfläche kommen außerdem weitere mineralische oder ökologische Dämmstoffe infrage. Welcher Dämmstoff sinnvoll ist, hängt unter anderem von Kellerhöhe, Brandschutz, Feuchtigkeit, vorhandenen Leitungen, gewünschter Dämmleistung und der Beschaffenheit der Decke ab.
Heizungsrohre, Wasserleitungen und elektrische Installationen sind bei älteren Kellern häufig direkt unter der Kellerdecke verlegt. Sie verhindern eine Kellerdeckendämmung grundsätzlich nicht. Je nach Situation kann die Dämmung um vorhandene Installationen herumgeführt werden. Bei sehr dicht unter der Decke verlaufenden Leitungen kann eine individuell angepasste Konstruktion erforderlich sein. Wichtig ist, dass Anschlüsse und Übergänge möglichst lückenlos ausgeführt werden. Größere ungedämmte Bereiche würden die Wirkung der Kellerdeckendämmung reduzieren.
Bei einem normalen Einfamilienhaus kann eine gut zugängliche Kellerdecke häufig innerhalb von etwa ein bis drei Arbeitstagen gedämmt werden. Bei beispielsweise 60 bis 100 m² Kellerfläche und einer weitgehend freien Decke ist die Umsetzung vergleichsweise schnell möglich. Viele Rohre, Kabel, Unebenheiten, unterschiedliche Deckenhöhen oder notwendige Vorarbeiten können die Ausführungszeit verlängern.
Die Raumhöhe reduziert sich grundsätzlich um die Dicke des gesamten Dämmaufbaus. Bei beispielsweise 10 cm Dämmung verliert der Keller also ungefähr 10 bis 12 cm nutzbare Höhe. Bei einem 2,20 m hohen Keller verbleiben danach beispielsweise noch rund 2,08 bis 2,10 m. Gerade bei niedrigen Kellern sollte deshalb geprüft werden, welche Dämmleistung mit möglichst geringer Aufbauhöhe erreicht werden kann.
Für eine Förderung der Kellerdeckendämmung als BEG-Einzelmaßnahme wird grundsätzlich ein Energieeffizienz-Experte für die erforderlichen technischen Nachweise eingebunden. Dieser prüft unter anderem, ob der geplante Dämmaufbau die technischen Anforderungen der Förderung erfüllt. Soll zusätzlich der iSFP-Bonus genutzt werden, muss ein entsprechender individueller Sanierungsfahrplan vorliegen und die Kellerdeckendämmung die dafür geltenden Voraussetzungen erfüllen. Bei EINMAL6 kann die Abstimmung mit dem Energieeffizienz-Experten in den Projektablauf integriert werden.
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