Umweltwärme nutzen
Wärmepumpen heben Energie aus Luft, Erdreich oder Grundwasser mithilfe von Strom auf ein für die Heizung nutzbares Temperaturniveau.
Leistung 04 · Moderne Heiztechnik
Eine Wärmepumpe nutzt Umweltenergie für Heizung und Warmwasser. Effizient arbeitet sie, wenn Leistung, Wärmequelle, Heizflächen und Gebäude sorgfältig aufeinander abgestimmt sind.

Förderung
Bis zu
22.400 €
Förderung möglich
30 % Grundförderung · bis maximal 80 % bei erfüllten Bonusvoraussetzungen
Für die erste Wohneinheit werden aktuell bis zu 28.000 € förderfähige Kosten berücksichtigt. Je nach persönlichen und technischen Voraussetzungen sind Zuschüsse von 30 % bis maximal 80 % möglich.
Die maximale Förderquote setzt entsprechende Bonusvoraussetzungen voraus. Die tatsächliche Förderhöhe wird individuell geprüft.
Fördermöglichkeiten prüfenNutzen der Maßnahme
Wer eine Wärmepumpe in Lübeck nachrüsten oder installieren möchte, braucht mehr als eine Geräteauswahl. EINMAL6 verbindet Bestandsaufnahme, technische Fachplanung, mögliche Hüllmaßnahmen und Ausführung.
Wärmepumpen heben Energie aus Luft, Erdreich oder Grundwasser mithilfe von Strom auf ein für die Heizung nutzbares Temperaturniveau.
Niedrige Vorlauftemperaturen und ausreichend dimensionierte Heizflächen unterstützen einen effizienten Betrieb. Das wird am realen Gebäude geprüft.
Eine Wärmepumpe kann fossile Heiztechnik ersetzen oder Teil eines individuellen Anlagenkonzepts sein. Voraussetzungen und Dimensionierung sind entscheidend.
Eine Photovoltaikanlage kann einen Teil des Wärmepumpenstroms liefern. Erzeugungszeiten, Verbrauch und Regelung müssen realistisch aufeinander abgestimmt werden.
Orientierung
Grundlagen
Eine Wärmepumpe nimmt Umweltwärme auf, verdampft damit ein Kältemittel und erhöht dessen Temperatur über einen elektrisch angetriebenen Verdichter. Über einen Wärmetauscher gelangt die Wärme in Heizungs- und Warmwassersystem; der Kreislauf beginnt erneut.
Das Verhältnis aus eingesetztem Strom und erzeugter Wärme hängt stark von der Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizsystem ab. Deshalb sind Heizlast, Vorlauftemperatur, Heizflächen, Hydraulik und Regelung wichtiger als pauschale Aussagen zum Gebäudetyp.
Typische Ausgangslagen
Planungsvarianten
Die passende Ausführung wird aus dem Bestand und dem Sanierungsziel abgeleitet. Folgende Varianten und Planungsaspekte sind für diese Maßnahme besonders relevant.
Sie nutzt Außenluft als Wärmequelle und ist bei Wohngebäuden häufig gut erschließbar. Aufstellort, Schall, Abtauvorgänge und Leitungswege werden sorgfältig geplant.
Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen können konstante Quelltemperaturen nutzen, erfordern aber geeignete Grundstücksverhältnisse, Erschließung und gegebenenfalls Genehmigungen.
Die Heizlast beschreibt die benötigte Leistung am Auslegungspunkt. Sie ist Grundlage für die Dimensionierung; erforderliche Vorlauftemperaturen zeigen, wie gut Heizflächen und Gebäude zur Wärmepumpe passen.
Fußbodenheizungen sind günstig, aber nicht zwingend. Auch ausreichend große Heizkörper können geeignet sein. Hydraulischer Abgleich, Volumenstrom und Regelung beeinflussen den Betrieb.
Bestandsgebäude
Eine Wärmepumpe kann auch im Altbau funktionieren, wenn Wärmebedarf, Heizflächen und Temperaturen zusammenpassen. Das Baujahr allein entscheidet nicht. Ein praxisnaher Check der Heizflächen und eine Heizlastberechnung liefern die bessere Grundlage.
Manchmal reichen einzelne Heizkörperwechsel oder der hydraulische Abgleich, manchmal sind zusätzliche Dämmmaßnahmen sinnvoll. EINMAL6 betrachtet deshalb Heiztechnik und Gebäudehülle gemeinsam, ohne eine Eignung pauschal zu versprechen.
Ein Ansprechpartner. Sechs Maßnahmen.
Energetische Maßnahmen müssen nicht isoliert geplant werden. EINMAL6 koordiniert Schnittstellen und unterstützt dabei, eine sinnvolle Reihenfolge für das konkrete Gebäude zu finden.
Eine reduzierte Heizlast kann Auslegung und Betriebsbedingungen der Wärmepumpe verbessern.
Zur Leistung →DachdämmungWeniger Wärmeverlust über Dach oder Geschossdecke unterstützt ein niedrigeres Temperaturniveau.
Zur Leistung →PhotovoltaikEigener Solarstrom kann anteilig für die Wärmepumpe genutzt und energetisch abgestimmt werden.
Zur Leistung →Frühzeitig prüfen
Für den Einbau einer Wärmepumpe können je nach Gebäude, bestehender Heizung und aktueller Bundesförderung Zuschüsse oder KfW-Finanzierungsbausteine relevant sein. Zuständigkeit und Verfahren unterscheiden sich von Förderwegen für die Gebäudehülle.
Die Antragstellung muss regelmäßig vor dem förderschädlichen Beginn erfolgen. Fachunternehmererklärungen, technische Nachweise oder Energieberatung können erforderlich sein. EINMAL6 koordiniert bei Bedarf entsprechende Fachpartner; Förderfähigkeit und Bewilligung werden nicht garantiert.
Energieberatung und Ausführung
Bei Förderprüfung, technischen Nachweisen oder einem individuellen Sanierungsfahrplan kann die Mitwirkung eines qualifizierten Energieberaters beziehungsweise Energieeffizienz-Experten erforderlich oder sinnvoll sein. EINMAL6 arbeitet bei Bedarf mit entsprechenden Fachpartnern zusammen und ist selbst nicht als Energieberater bezeichnet.
Kurze Abstimmungswege verbinden Förderprüfung, erforderliche Nachweise und die ausführenden Gewerke. Die zuständigen Fachpartner können Förderunterlagen vorbereiten und einreichen. Termine werden soweit verfügbar kurzfristig abgestimmt; für Bearbeitungszeiten oder eine Bewilligung kann keine Garantie gegeben werden.
Schritt für Schritt
Gebäude, bestehende Heizung, Verbrauch und Sanierungspläne werden aufgenommen.
Technikraum, Heizflächen, Leitungswege, Elektroanschluss und Aufstellort werden geprüft.
Leistung, Vorlauftemperatur, Wärmequelle und hydraulisches Konzept werden eingeordnet.
Aktuelle Förderwege und erforderliche Nachweise werden vor Beauftragung geklärt.
Anlage, Nebenarbeiten, Schnittstellen und Zeitplan werden festgelegt.
Altanlage, Wärmepumpe, Speicher, Hydraulik und Elektrik werden koordiniert bearbeitet.
Regelung, Volumenströme und Betriebsparameter werden eingestellt und geprüft.
Bedienung und wesentliche Anlageninformationen werden nachvollziehbar erläutert.
Häufige Fragen
Antworten auf typische Fragen zu Kosten, Technik, Förderung, Altbau und Ablauf.
Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus kann man inklusive Gerät, Montage, hydraulischer Einbindung und Inbetriebnahme grob mit etwa 25.000 bis 40.000 € rechnen. Ein typisches Projekt kann beispielsweise bei rund 30.000 € liegen. Müssen zusätzlich Heizkörper ausgetauscht, Leitungen verändert, Elektroarbeiten durchgeführt oder größere Umbauten am Heizsystem vorgenommen werden, können die Gesamtkosten entsprechend steigen. Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpen sind aufgrund von Bohrungen beziehungsweise Erschließungsarbeiten in der Regel deutlich teurer. Der endgültige Preis hängt unter anderem von Gebäudegröße, Heizlast, vorhandener Heizungsanlage, Warmwasserbereitung, Aufstellort und notwendigen Nebenarbeiten ab.
Für den Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe in einem bestehenden Wohngebäude gibt es über die KfW-Heizungsförderung eine Grundförderung von 30 %. Je nach persönlichen und technischen Voraussetzungen können weitere Boni hinzukommen. Insgesamt ist eine Förderquote von bis zu 80 % möglich. Bei der ersten Wohneinheit werden grundsätzlich maximal 28.000 € förderfähige Kosten berücksichtigt. Beispiel: Kostet eine förderfähige Wärmepumpe 28.000 €, beträgt die Grundförderung von 30 % zunächst 8.400 €. Bei einer maximalen Förderquote von 80 % wären bei 28.000 € förderfähigen Kosten theoretisch bis zu 22.400 € Zuschuss möglich. Welche Förderquote tatsächlich erreicht wird, hängt von den individuellen Voraussetzungen und der eingesetzten Wärmepumpe ab.
Der Stromverbrauch hängt hauptsächlich vom Wärmebedarf des Hauses und von der Effizienz der Wärmepumpe ab. Ein einfaches Beispiel: Benötigt ein Haus jährlich 15.000 kWh Wärme für Heizung und Warmwasser und erreicht die Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von 3,5, ergibt sich rechnerisch ein Stromverbrauch von rund 4.300 kWh pro Jahr. 15.000 kWh ÷ 3,5 = ca. 4.286 kWh Strom. Bei einem angenommenen Strompreis von 30 Cent je kWh wären das rund 1.286 € Stromkosten pro Jahr. Bei einem schlechter gedämmten Gebäude mit höherem Wärmebedarf kann der Verbrauch deutlich höher liegen. Deshalb ist die richtige Auslegung der Wärmepumpe entscheidend.
Ja. Eine Wärmepumpe kann auch in vielen Altbauten sinnvoll eingesetzt werden. Eine Fußbodenheizung ist dafür nicht zwingend erforderlich. Entscheidend ist vor allem, mit welcher Vorlauftemperatur das Gebäude an kalten Tagen ausreichend beheizt werden kann. Kann das Haus beispielsweise auch bei niedrigen Außentemperaturen mit etwa 50 bis 55 °C Vorlauftemperatur ausreichend beheizt werden, bestehen häufig gute Voraussetzungen für einen effizienten Wärmepumpenbetrieb. Sind dauerhaft deutlich höhere Temperaturen erforderlich, sollte zunächst geprüft werden, ob einzelne Heizkörper vergrößert oder energetische Maßnahmen am Gebäude sinnvoll sind. Deshalb sollte nicht allein anhand des Baujahrs entschieden werden, ob eine Wärmepumpe geeignet ist.
Nein. Eine Fußbodenheizung ist für eine Wärmepumpe vorteilhaft, aber nicht zwingend notwendig. Auch vorhandene Heizkörper können mit einer Wärmepumpe funktionieren, wenn sie bei möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen genügend Wärme an die Räume abgeben. Sind einzelne Heizkörper zu klein, müssen häufig nicht alle Heizkörper im Haus ersetzt werden. Teilweise reicht es aus, gezielt einzelne Heizkörper durch größere Modelle oder spezielle Niedertemperatur-Heizkörper auszutauschen. Ob die vorhandenen Heizflächen ausreichen, sollte vor dem Einbau anhand der benötigten Heizleistung geprüft werden.
Die Jahresarbeitszahl – kurz JAZ – beschreibt vereinfacht, wie viel Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom über ein Jahr erzeugt. Eine Jahresarbeitszahl von 4 bedeutet beispielsweise: Aus 1 kWh Strom werden im Jahresdurchschnitt etwa 4 kWh Wärme bereitgestellt. Benötigt ein Gebäude 16.000 kWh Wärme pro Jahr, würde eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 4 rechnerisch ungefähr 4.000 kWh Strom benötigen. Je höher die Jahresarbeitszahl, desto effizienter arbeitet die Anlage. Einfluss darauf haben unter anderem Vorlauftemperatur, Wärmequelle, Außentemperaturen, Dimensionierung und der energetische Zustand des Gebäudes.
Die Leistung einer Wärmepumpe sollte nicht einfach anhand der Wohnfläche geschätzt werden. Entscheidend ist die Heizlast des Gebäudes. Ein gut gedämmtes Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche kann beispielsweise eine wesentlich kleinere Wärmepumpe benötigen als ein unsanierter Altbau mit derselben Wohnfläche. Für typische Einfamilienhäuser liegen Wärmepumpen häufig in einer Größenordnung von etwa 5 bis 12 kW Heizleistung. Das ist jedoch ausdrücklich nur eine Orientierung. Eine zu große Wärmepumpe ist nicht automatisch besser. Eine starke Überdimensionierung kann zu häufigem Ein- und Ausschalten führen und die Effizienz verschlechtern. Deshalb sollte die benötigte Leistung fachgerecht ermittelt werden.
Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe entstehen Geräusche vor allem am Außengerät durch Ventilator und Verdichter. Moderne Geräte arbeiten deutlich leiser als ältere Generationen. Trotzdem ist der Aufstellort wichtig. Die Anlage sollte nicht unnötig direkt vor Schlaf- oder Kinderzimmerfenstern oder unmittelbar an empfindlichen Nachbarbereichen positioniert werden. Auch Wände und Gebäudeecken müssen berücksichtigt werden, da sie Schall reflektieren können. Deshalb wird der Aufstellort nicht nur nach Optik und Leitungslänge, sondern auch unter akustischen Gesichtspunkten geplant.
Ja. Wenn Gebäude, Heizflächen und Wärmepumpe entsprechend ausgelegt sind, kann eine Wärmepumpe die bisherige Gas- oder Ölheizung vollständig ersetzen und sowohl die Raumheizung als auch die Warmwasserbereitung übernehmen. Eine zusätzliche Gas- oder Ölheizung ist nicht grundsätzlich notwendig. Vor dem Austausch sollte jedoch geprüft werden, welche Heizleistung das Gebäude tatsächlich benötigt und welche Vorlauftemperaturen erforderlich sind. Gerade bei älteren Häusern können einzelne Maßnahmen wie größere Heizkörper oder eine Dämmung die Effizienz der Wärmepumpe zusätzlich verbessern.
Nicht jedes Haus muss vor dem Einbau einer Wärmepumpe komplett saniert werden. Energetische Maßnahmen können aber den Wärmebedarf reduzieren und dadurch eine kleinere Wärmepumpe sowie niedrigere Vorlauftemperaturen ermöglichen. Beispiel: Benötigt ein Gebäude vor der Sanierung 20.000 kWh Wärme im Jahr und nach energetischen Maßnahmen nur noch 15.000 kWh, muss die Wärmepumpe jährlich rund 5.000 kWh weniger Wärme bereitstellen. Bei einer Jahresarbeitszahl von 4 entspricht das rechnerisch rund 1.250 kWh weniger Stromverbrauch pro Jahr. Deshalb sollte bei geplanten Maßnahmen wie neuen Fenstern, Fassaden- oder Dachdämmung die Wärmepumpe möglichst zusammen mit dem zukünftigen energetischen Zustand des Hauses geplant werden.
Der eigentliche Austausch einer bestehenden Heizungsanlage gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann bei einem normalen Einfamilienhaus häufig innerhalb weniger Arbeitstage erfolgen. Als grobe Orientierung kann man für die eigentlichen Montagearbeiten etwa drei bis fünf Arbeitstage einplanen. Sind größere Umbauten an Heizkörpern, Rohrleitungen, Elektrik, Fundament oder Warmwasserspeicher notwendig, kann die Umsetzung entsprechend länger dauern. Planung, Förderprozess, Materialbestellung und Terminierung kommen zur eigentlichen Montagezeit zusätzlich hinzu.
Lübeck und Umgebung
Wir besprechen Ihre Immobilie, ordnen die nächsten Schritte ein und koordinieren bei Bedarf die beteiligten Gewerke und Fachpartner.