Weniger Zugluft
Dichte, fachgerecht eingebaute Elemente können kalte Luftströmungen und unangenehme Oberflächentemperaturen im Fensterbereich reduzieren.
Leistung 02 · Bauteile und Anschlüsse
Energieeffiziente Fenster und Türen können Wärmeverluste, Zugluft und Außengeräusche reduzieren – wenn Produkt, Einbaulage und Anschlüsse zum Gebäude passen.

Förderung
Bis zu
12.000 €
Förderung möglich
20 % Zuschuss mit iSFP · bis zu 60.000 € förderfähige Ausgaben
Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sind für Maßnahmen an der Gebäudehülle bis zu 20 % Zuschuss bei bis zu 60.000 € förderfähigen Ausgaben je Wohneinheit und Kalenderjahr möglich.
Ohne iSFP beträgt die Grundförderung 15 %. Die tatsächliche Förderung hängt von den jeweiligen Fördervoraussetzungen ab.
Fördermöglichkeiten prüfenNutzen der Maßnahme
Beim Fenstertausch zählen Glas, Rahmen und Montage als Gesamtsystem. EINMAL6 plant neue Fenster und Haustüren in Lübeck im Zusammenhang mit Fassade, Luftdichtheit, Lüftung und weiteren Sanierungsschritten.
Dichte, fachgerecht eingebaute Elemente können kalte Luftströmungen und unangenehme Oberflächentemperaturen im Fensterbereich reduzieren.
Moderne Verglasungen und Rahmen verringern den Wärmefluss. Das tatsächliche Ergebnis hängt vom gesamten Fenster und seinem Anschluss an die Wand ab.
Je nach Lage und Anforderung können Schallschutz, Beschläge, Verglasung und Einbruchhemmung gezielt berücksichtigt werden.
Proportionen, Rahmenfarbe und Haustür prägen die Fassade. Eine abgestimmte Auswahl modernisiert Funktion und Erscheinungsbild der Immobilie.
Orientierung
Grundlagen
Beim Austausch werden alte Fenster oder Türen demontiert, Öffnungen vorbereitet und neue Elemente befestigt, ausgerichtet und abgedichtet. Neben Glas und Rahmen ist die Anschlussfuge entscheidend: Sie verbindet das Bauteil dauerhaft mit der Gebäudehülle.
Der U-Wert beschreibt den Wärmedurchgang. Beim Fenster ist der Uw-Wert für das gesamte Element relevant. Dreifachverglasung kann einen besseren Wärmeschutz bieten, muss aber zu Wandaufbau, Einbausituation und Lüftung passen.
Typische Ausgangslagen
Planungsvarianten
Die passende Ausführung wird aus dem Bestand und dem Sanierungsziel abgeleitet. Folgende Varianten und Planungsaspekte sind für diese Maßnahme besonders relevant.
Die passende Verglasung richtet sich nach energetischem Ziel, Orientierung, Schallschutz und dem übrigen Gebäude. Mehr Scheiben allein ersetzen keine gute Anschlussplanung.
Kunststoff, Holz und Aluminium sowie Materialkombinationen unterscheiden sich in Pflege, Gestaltung, Konstruktion und Kosten. Entscheidend ist der Wärmeschutz des gesamten Fensters.
Befestigung und Abdichtung werden an Wandaufbau und Einbaulage angepasst. Innen steht Luftdichtheit, außen der Schutz vor Witterung bei geeigneter Feuchteführung im Mittelpunkt.
Haustüren werden nach Wärmeschutz, Sicherheit, Barrierearmut und Gestaltung ausgewählt. Weil neue Elemente die Gebäudehülle dichter machen, kann ein Lüftungskonzept relevant werden.
Bestandsgebäude
Im Altbau treffen neue, dichte Elemente häufig auf ungedämmte Wände und individuelle Öffnungen. Laibungen, Rollladenkästen, Fensterbänke und mögliche Feuchterisiken benötigen deshalb besondere Aufmerksamkeit.
Historische Ansichten, Sprossenteilungen oder Denkmalschutz können die Auswahl begrenzen. Nicht jedes Standardfenster passt zu einem älteren Gebäude; Aufmaß und Detailplanung sind die Grundlage.
Ein Ansprechpartner. Sechs Maßnahmen.
Energetische Maßnahmen müssen nicht isoliert geplant werden. EINMAL6 koordiniert Schnittstellen und unterstützt dabei, eine sinnvolle Reihenfolge für das konkrete Gebäude zu finden.
Einbaulage, Laibungsdämmung und äußere Anschlüsse lassen sich gemeinsam sauber lösen.
Zur Leistung →WärmepumpeGeringere Wärmeverluste können die Heizlast senken und die Auslegung der Heiztechnik beeinflussen.
Zur Leistung →DachdämmungFenster und Dach ergänzen sich als Bestandteile einer möglichst durchgängigen Gebäudehülle.
Zur Leistung →Frühzeitig prüfen
Der Austausch energieeffizienter Fenster und Außentüren kann je nach technischen Anforderungen über Programme der Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützt werden. Auch KfW-Förderkredite oder ein iSFP können je nach Gesamtkonzept relevant sein.
Förderanträge und Bestätigungen müssen häufig vor Lieferung oder Beauftragung angestoßen werden. Ein Energieeffizienz-Experte kann für Nachweise erforderlich sein. EINMAL6 stimmt sich bei Bedarf mit entsprechenden Fachpartnern ab; eine Förderung wird nicht garantiert.
Energieberatung und Ausführung
Bei Förderprüfung, technischen Nachweisen oder einem individuellen Sanierungsfahrplan kann die Mitwirkung eines qualifizierten Energieberaters beziehungsweise Energieeffizienz-Experten erforderlich oder sinnvoll sein. EINMAL6 arbeitet bei Bedarf mit entsprechenden Fachpartnern zusammen und ist selbst nicht als Energieberater bezeichnet.
Kurze Abstimmungswege verbinden Förderprüfung, erforderliche Nachweise und die ausführenden Gewerke. Die zuständigen Fachpartner können Förderunterlagen vorbereiten und einreichen. Termine werden soweit verfügbar kurzfristig abgestimmt; für Bearbeitungszeiten oder eine Bewilligung kann keine Garantie gegeben werden.
Schritt für Schritt
Wärmeschutz, Gestaltung, Schall, Sicherheit und gewünschte Elemente werden erfasst.
Öffnungen, Anschläge, Fensterbänke und besondere Anschlüsse werden aufgenommen.
Verglasung, Rahmen, Uw-Wert, Beschläge und Montageart werden festgelegt.
Vor Beauftragung werden mögliche Programme und Nachweise mit Fachpartnern geklärt.
Elemente, Nebenarbeiten und Ablauf werden nachvollziehbar beschrieben.
Alte Elemente werden ausgebaut und neue fachgerecht befestigt sowie abgedichtet.
Laibungen, Fensterbänke und Oberflächen werden entsprechend dem Umfang fertiggestellt.
Bedienung, Schließung und sichtbare Anschlüsse werden gemeinsam kontrolliert.
Häufige Fragen
Antworten auf typische Fragen zu Kosten, Technik, Förderung, Altbau und Ablauf.
Für ein modernes dreifach verglastes Kunststofffenster kann man inklusive fachgerechtem Ausbau des alten Fensters und Einbau des neuen Fensters grob mit etwa 700 bis 1.200 € pro normalem Fenster rechnen. Große Elemente, Sondermaße, Aluminium- oder Holz-Aluminium-Fenster sowie zusätzliche Ausstattung können deutlich darüber liegen. Ein Beispiel: Werden in einem Einfamilienhaus 10 normale Fenster erneuert, kann sich der Fenstertausch grob in einer Größenordnung von etwa 7.000 bis 12.000 € bewegen. Kommen Terrassentüren, große Elemente, Rollläden oder besondere Anforderungen hinzu, steigt der Gesamtpreis entsprechend. Der endgültige Preis hängt unter anderem von Fenstergröße, Rahmenmaterial, Verglasung, Farbe, Beschlägen, Rollläden und der Einbausituation ab.
Für eine vernünftige neue Haustür inklusive fachgerechter Montage sollte bei üblichen Ausführungen grob mit etwa 2.500 bis 5.000 € gerechnet werden. Hochwertige Aluminium-Haustüren, Seitenteile, große Glaselemente, besondere Sicherheitsausstattung oder individuelle Designs können auch 5.000 bis 8.000 € oder mehr kosten. Entscheidend sind neben dem Material insbesondere Größe, Wärmedämmung, Sicherheitsausstattung, Verglasung und die vorhandene Einbausituation.
Der Austausch energetisch schlechter Fenster und Außentüren kann als Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle über die BEG gefördert werden. Der Grundfördersatz beträgt 15 %. Wird die Maßnahme im Rahmen eines förderfähigen individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) umgesetzt, können weitere 5 Prozentpunkte hinzukommen. Damit sind bis zu 20 % möglich. Beispiel: Kosten förderfähige neue Fenster insgesamt 20.000 €, entsprechen 15 % einem Zuschuss von 3.000 €. Mit iSFP und einem Fördersatz von insgesamt 20 % wären es 4.000 €. Mit iSFP können bei entsprechenden Voraussetzungen bis zu 60.000 € förderfähige Ausgaben je Wohneinheit und Kalenderjahr berücksichtigt werden. Die Förderfähigkeit und technischen Voraussetzungen müssen vor Umsetzung geprüft werden.
Für die BEG-Förderung reicht es nicht aus, einfach irgendein neues Fenster einzubauen. Die Fenster müssen bestimmte energetische Anforderungen erfüllen. Bei normalen Fenstern und Fenstertüren darf der Uw-Wert für die Förderung grundsätzlich höchstens 0,95 W/(m²K) betragen. Wichtig ist dabei der Uw-Wert des gesamten Fensters – also Verglasung und Rahmen – und nicht nur der häufig beworbene Ug-Wert der Glasscheibe. Moderne dreifach verglaste Fenster erreichen beispielsweise häufig Uw-Werte um etwa 0,9 W/(m²K) und können damit die energetischen Anforderungen erfüllen.
Bei einem kompletten Fenstertausch würden wir heute in den meisten Fällen zu einer modernen Dreifachverglasung raten. Ein typisches modernes Fenster mit Zweifach-Wärmeschutzverglasung liegt laut Verbraucherzentrale ungefähr bei einem Uw-Wert von 1,2 W/(m²K). Moderne dreifach verglaste Fenster erreichen beispielsweise etwa 0,9 W/(m²K). Damit verlieren sie nochmals deutlich weniger Wärme. Die Verbraucherzentrale gibt als Größenordnung an, dass Dreifachverglasung gegenüber Zweifach-Wärmeschutzverglasung energetisch noch einmal fast 20 % besser sein kann. Welche Verglasung zum Gebäude passt, sollte allerdings immer zusammen mit dem energetischen Zustand der Außenwände betrachtet werden.
Fenster, die vor Mitte der 1990er-Jahre eingebaut wurden, sind häufig gute Kandidaten für einen Austausch. Nach Angaben der Verbraucherzentrale besitzen Fenster vor 1995 in aller Regel noch keine moderne Wärmeschutzverglasung. Ein Austausch ist außerdem sinnvoll, wenn Fenster dauerhaft undicht sind, Rahmen beschädigt oder verzogen sind, zwischen den Scheiben Feuchtigkeit auftritt oder trotz geschlossener Fenster deutlich Zugluft wahrnehmbar ist. Sind Rahmen und Beschläge noch in gutem Zustand, kann in bestimmten Fällen auch eine Reparatur oder ein Austausch der Verglasung ausreichen.
Das lässt sich nicht seriös mit einem einzigen Prozentsatz für jedes Haus beantworten, weil die Einsparung stark von den vorhandenen Fenstern und der Fensterfläche abhängt. Der Unterschied bei der Wärmedämmung kann allerdings erheblich sein. Moderne Zweifach-Wärmeschutzverglasungen lassen laut Verbraucherzentrale gegenüber alter Isolierverglasung nur ungefähr ein Drittel der Wärme durch die Fenster entweichen. Dreifach verglaste Fenster sind gegenüber moderner Zweifach-Wärmeschutzverglasung nochmals fast 20 % besser. Bei einem Haus mit sehr alten Fenstern kann der Unterschied deshalb erheblich sein. Für eine konkrete Einsparungsberechnung müssen Fensterfläche, vorhandener Uw-Wert, neuer Uw-Wert und das Gebäude insgesamt berücksichtigt werden.
Wenn sowohl neue Fenster als auch eine Fassadendämmung geplant sind, sollten beide Maßnahmen gemeinsam geplant werden. In der Regel ist es sinnvoll, die Fenster zuerst beziehungsweise unmittelbar vor der Fassadendämmung einzubauen. Anschließend kann die neue Dämmung fachgerecht an die Fensterrahmen und Laibungen herangeführt werden. Dadurch können Wärmebrücken reduziert und Fensterbänke, Laibungen und Anschlüsse sauber auf die neue Fassade abgestimmt werden. Sind bereits energetisch gute Fenster vorhanden, müssen diese natürlich nicht allein wegen einer geplanten Fassadendämmung ersetzt werden.
Der Austausch eines normalen Fensters ist häufig innerhalb weniger Stunden möglich. Bei einem Einfamilienhaus mit beispielsweise 8 bis 12 normalen Fenstern kann der eigentliche Fenstertausch häufig innerhalb von etwa zwei bis vier Arbeitstagen durchgeführt werden. Große Terrassentüren, Hebe-Schiebe-Elemente, Rollläden, notwendige Putzarbeiten oder schwierige Einbausituationen können die Arbeiten verlängern. Der genaue Zeitbedarf wird deshalb nach Aufmaß und Prüfung der vorhandenen Anschlüsse festgelegt.
Ja, besonders beim Austausch sehr alter Fenster sollte das Lüftungsverhalten berücksichtigt werden. Neue Fenster sind wesentlich dichter als alte Fenster. Dadurch verschwindet der frühere unkontrollierte Luftaustausch über undichte Rahmen und Fugen. Das spart Energie, bedeutet aber auch, dass Feuchtigkeit gezielt abgeführt werden muss. Deshalb sollte beim Fenstertausch geprüft werden, ob das bisherige Lüftungsverhalten ausreicht oder zusätzliche Lüftungsmaßnahmen sinnvoll beziehungsweise erforderlich sind. Besonders wichtig ist das bei älteren Gebäuden mit noch ungedämmten Außenwänden.
Lübeck und Umgebung
Wir besprechen Ihre Immobilie, ordnen die nächsten Schritte ein und koordinieren bei Bedarf die beteiligten Gewerke und Fachpartner.