Wärme im Haus halten
Der obere Gebäudeabschluss hat großen Einfluss auf den Wärmeverlust. Eine passende Dämmung reduziert den Wärmestrom durch Dach oder Geschossdecke.
Leistung 05 · Oberer Gebäudeabschluss
Eine Dachdämmung reduziert Wärmeverluste nach oben und verbessert den sommerlichen Wärmeschutz. Welche Lösung passt, hängt vor allem von Konstruktion und Nutzung des Dachraums ab.

Förderung
Bis zu
12.000 €
Förderung möglich
20 % Zuschuss mit iSFP · bis zu 60.000 € förderfähige Ausgaben
Mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sind für Maßnahmen an der Gebäudehülle bis zu 20 % Zuschuss bei bis zu 60.000 € förderfähigen Ausgaben je Wohneinheit und Kalenderjahr möglich.
Ohne iSFP beträgt die Grundförderung 15 %. Die tatsächliche Förderung hängt von den jeweiligen Fördervoraussetzungen ab.
Fördermöglichkeiten prüfenNutzen der Maßnahme
Bewohntes Dachgeschoss, kalter Dachboden oder geplante Dachsanierung verlangen unterschiedliche Aufbauten. EINMAL6 unterscheidet Dachflächen- und Geschossdeckendämmung und koordiniert angrenzende Gewerke in Lübeck.
Der obere Gebäudeabschluss hat großen Einfluss auf den Wärmeverlust. Eine passende Dämmung reduziert den Wärmestrom durch Dach oder Geschossdecke.
Gedämmte Dachflächen können Temperaturunterschiede in bewohnten Dachräumen reduzieren und den sommerlichen Wärmeeintrag verzögern.
Luftdichtheit, Feuchteführung und Hinterlüftung werden passend zum Aufbau geplant, damit die Konstruktion langfristig funktioniert.
Wenn Dacheindeckung, Innenausbau oder Photovoltaik anstehen, lassen sich Schnittstellen und Gerüstzeiten frühzeitig abstimmen.
Orientierung
Grundlagen
Dachdämmung umfasst Dämmmaßnahmen entlang der geneigten Dachflächen. Sie wird eingesetzt, wenn der Dachraum beheizt oder künftig ausgebaut werden soll. Die Dämmebene folgt dann der Dachkontur und wird durch eine luftdichte sowie feuchtesichere Ebene ergänzt.
Bleibt der Dachboden unbeheizt, kann stattdessen die oberste Geschossdecke gedämmt werden. Dadurch wird nur das beheizte Gebäudevolumen abgeschlossen – oft mit geringerem Eingriff als eine vollständige Dachflächendämmung.
Typische Ausgangslagen
Planungsvarianten
Die passende Ausführung wird aus dem Bestand und dem Sanierungsziel abgeleitet. Folgende Varianten und Planungsaspekte sind für diese Maßnahme besonders relevant.
Der Dämmstoff liegt zwischen den Sparren. Vorhandene Sparrenhöhe, Wärmebrücken und eine sorgfältige luftdichte Ebene bestimmen die Ausführung.
Die Dämmschicht liegt oberhalb der Sparren und bildet eine durchgängige Ebene. Sie bietet sich häufig im Zuge einer Neueindeckung an, weil das Dach von außen geöffnet wird.
Eine zusätzliche Lage unter den Sparren kann die Dämmwirkung verbessern und Wärmebrücken mindern, reduziert jedoch die Raumhöhe. Kombinationen werden an den Bestand angepasst.
Bei unbewohntem Dachraum kann die Decke gedämmt werden. Begehbarkeit, Bodentreppe, Leitungen und spätere Nutzung bestimmen den Aufbau.
Eigener Lösungsweg
Die oberste Geschossdeckendämmung in Lübeck ist eine eigenständige Alternative zur Dämmung der Dachflächen, wenn der Dachboden unbeheizt bleibt. Die thermische Grenze verläuft dann horizontal auf der Decke über dem obersten Wohngeschoss. Dadurch muss der ungenutzte Dachraum nicht mitbeheizt werden.
Je nach Nutzung kann die Dämmung offen, teilweise begehbar oder mit einer voll belastbaren Deckschicht ausgeführt werden. Bodentreppe, Leitungen, Schornsteinanschlüsse und Randbereiche benötigen passende Details. Soll der Dachboden später ausgebaut werden, ist dagegen meist eine Dämmung entlang der Dachflächen vorausschauender.
Der Unterschied: Eine Dachdämmung umfasst den Dachraum in der beheizten Hülle; die Geschossdeckendämmung grenzt ihn aus. Welche Lösung sinnvoller ist, hängt von heutiger und zukünftiger Nutzung, Konstruktion und Wirtschaftlichkeit ab.
Bestandsgebäude
Historische Dachstühle weisen oft unregelmäßige Sparren, alte Unterspannungen oder frühere Ausbauten auf. Vor der Planung werden Holz, Feuchte, Eindeckung und vorhandene Schichten geprüft.
Im Altbau ist die luftdichte Ebene besonders anspruchsvoll. Anschlüsse an Giebel, Pfetten, Dachfenster und Durchdringungen müssen erreichbar und dauerhaft ausführbar sein.
Ein Ansprechpartner. Sechs Maßnahmen.
Energetische Maßnahmen müssen nicht isoliert geplant werden. EINMAL6 koordiniert Schnittstellen und unterstützt dabei, eine sinnvolle Reihenfolge für das konkrete Gebäude zu finden.
Dachzustand, Befestigung und Ausführungsreihenfolge sollten vor der Montage der PV-Anlage geklärt sein.
Zur Leistung →FassadendämmungDer Übergang am Dachrand wird als Teil einer möglichst lückenlosen Dämmebene geplant.
Zur Leistung →WärmepumpeEine geringere Heizlast kann die Voraussetzungen für effiziente Heiztechnik verbessern.
Zur Leistung →Frühzeitig prüfen
Dachdämmung und Dämmung der obersten Geschossdecke können als Maßnahmen an der Gebäudehülle in der Bundesförderung für effiziente Gebäude berücksichtigt werden. Je nach Konzept kommen BAFA-Zuschüsse, KfW-Förderkredite oder ein iSFP in Betracht.
Ein Energieeffizienz-Experte kann technische Nachweise und Förderunterlagen übernehmen. EINMAL6 stimmt Planung und Ausführung bei Bedarf mit entsprechenden Fachpartnern ab. Förderprogramme, Anforderungen und Höhen werden vor Maßnahmenbeginn aktuell geprüft.
Energieberatung und Ausführung
Bei Förderprüfung, technischen Nachweisen oder einem individuellen Sanierungsfahrplan kann die Mitwirkung eines qualifizierten Energieberaters beziehungsweise Energieeffizienz-Experten erforderlich oder sinnvoll sein. EINMAL6 arbeitet bei Bedarf mit entsprechenden Fachpartnern zusammen und ist selbst nicht als Energieberater bezeichnet.
Kurze Abstimmungswege verbinden Förderprüfung, erforderliche Nachweise und die ausführenden Gewerke. Die zuständigen Fachpartner können Förderunterlagen vorbereiten und einreichen. Termine werden soweit verfügbar kurzfristig abgestimmt; für Bearbeitungszeiten oder eine Bewilligung kann keine Garantie gegeben werden.
Schritt für Schritt
Dachzustand, heutige Nutzung und Ausbaupläne werden besprochen.
Konstruktion, Schichten, Feuchte, Zugänglichkeit und Anschlüsse werden geprüft.
Dachfläche oder Geschossdecke sowie geeignete Aufbauten werden eingeordnet.
Mögliche Programme, U-Wert-Anforderungen und Nachweise werden geklärt.
Materialien, Luftdichtheit, Anschlüsse und weitere Gewerke werden koordiniert.
Bauteile werden geöffnet oder Flächen für die geplante Ausführung vorbereitet.
Dämm-, Luftdichtheits- und gegebenenfalls Dachschichten werden ausgeführt.
Sichtbare Details und vereinbarte Leistungen werden geprüft und dokumentiert.
Häufige Fragen
Antworten auf typische Fragen zu Kosten, Technik, Förderung, Altbau und Ablauf.
Die Kosten hängen stark davon ab, wie das Dach gedämmt wird. Als grobe Orientierung kann man bei einer Zwischensparrendämmung häufig mit etwa 70 bis 120 € pro m² rechnen. Wird zusätzlich unter den Sparren gedämmt und der Innenausbau erneuert, können etwa 100 bis 160 € pro m² realistisch sein. Eine Aufsparrendämmung ist aufwendiger und wird häufig im Zuge einer neuen Dacheindeckung durchgeführt. Hier können allein für den entsprechenden Dämm- und Dachaufbau schnell etwa 150 bis 250 € pro m² oder mehr entstehen. Beispiel: Bei 120 m² zu dämmender Dachfläche und angenommenen 100 € pro m² lägen die Kosten bei ungefähr 12.000 €. Der tatsächliche Preis hängt unter anderem von Dachfläche, Dämmverfahren, Dämmstoff, Sparrenhöhe, vorhandener Verkleidung, Dachfenstern und notwendigen Nebenarbeiten ab.
Wenn der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt und auch zukünftig nicht ausgebaut werden soll, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke häufig deutlich günstiger als eine komplette Dachdämmung. Bei einer einfachen, gut zugänglichen Geschossdecke kann man für eine fachgerechte Dämmung grob mit etwa 40 bis 80 € pro m² rechnen. Soll der Dachboden anschließend begehbar bleiben, kann der Aufbau entsprechend teurer werden. Beispiel: Bei einer Geschossdecke von 80 m² ergeben 40 bis 80 € pro m² ungefähr 3.200 bis 6.400 €. Gerade bei einem ungenutzten Dachboden ist die oberste Geschossdeckendämmung deshalb häufig eine der wirtschaftlichsten Möglichkeiten, Wärmeverluste über den oberen Gebäudeabschluss zu reduzieren.
Wenn der Dachboden dauerhaft unbeheizt bleibt und nicht als Wohnraum genutzt werden soll, ist in der Regel die Dämmung der obersten Geschossdecke die einfachere und günstigere Lösung. Soll das Dachgeschoss dagegen beheizt, bewohnt oder später zu Wohnraum ausgebaut werden, sollte normalerweise die Dachfläche selbst gedämmt werden. Vereinfacht gesagt: Unbeheizter, ungenutzter Dachboden → oberste Geschossdecke dämmen. Beheiztes oder ausgebautes Dachgeschoss → Dachflächen dämmen. Welche Konstruktion beim vorhandenen Gebäude technisch sinnvoll ist, wird vor der Ausführung geprüft.
Über ein unzureichend gedämmtes Dach beziehungsweise die oberste Geschossdecke kann bei einem älteren Gebäude ein erheblicher Teil der Heizwärme verloren gehen. Als grobe Größenordnung können Dach- oder Geschossdeckendämmungen je nach Ausgangszustand etwa 10 bis 20 % Heizenergie einsparen. Beispiel: Verbraucht ein älteres Einfamilienhaus bislang 25.000 kWh Heizenergie pro Jahr, entsprechen 10 bis 20 % etwa 2.500 bis 5.000 kWh. Bei angenommenen 12 Cent je kWh wären das rechnerisch rund 300 bis 600 € weniger Heizkosten pro Jahr. Die tatsächliche Einsparung hängt stark vom bisherigen Dämmstandard, der Dachfläche, dem Gebäude und dem Heizverhalten ab.
Eine förderfähige Dachdämmung beziehungsweise Dämmung der obersten Geschossdecke zählt bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude zu den Maßnahmen an der Gebäudehülle. Die Grundförderung beträgt 15 %. Wird die Maßnahme im Rahmen eines förderfähigen individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) durchgeführt, können weitere 5 Prozentpunkte hinzukommen. Damit sind insgesamt bis zu 20 % möglich. Beispiel: Kostet eine förderfähige Dachdämmung 20.000 €, entsprechen 15 % einem Zuschuss von 3.000 €. Mit iSFP und insgesamt 20 % wären es 4.000 €. Ohne iSFP können grundsätzlich bis zu 30.000 € förderfähige Ausgaben je Wohneinheit und Kalenderjahr berücksichtigt werden. Mit iSFP kann sich diese Grenze bei entsprechenden Voraussetzungen auf bis zu 60.000 € erhöhen. Die technischen Fördervoraussetzungen müssen vor Beginn der Maßnahme geprüft werden.
Eine pauschale Dämmstärke gibt es nicht, weil die erforderliche Dicke vom Dämmstoff und dessen Wärmeleitfähigkeit abhängt. Bei modernen Dachkonstruktionen bewegen sich Dämmstärken häufig ungefähr im Bereich von 16 bis 24 cm. Je nach Aufbau und energetischem Ziel können auch größere Dämmstärken sinnvoll sein. Bei einer Zwischensparrendämmung wird die mögliche Dämmstärke außerdem durch die vorhandene Sparrenhöhe beeinflusst. Reicht diese nicht aus, kann beispielsweise eine zusätzliche Untersparren- oder Aufsparrendämmung erforderlich sein. Für eine Förderung ist letztlich nicht allein die Dicke entscheidend, sondern der erreichte energetische Kennwert des gesamten Bauteils.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, ob das Dach ohnehin erneuert wird und wie der vorhandene Dachaufbau aussieht. Zwischensparrendämmung: Der Dämmstoff wird zwischen den vorhandenen Dachsparren eingebaut. Sie ist besonders bei einer Sanierung von innen verbreitet. Untersparrendämmung: Eine zusätzliche Dämmschicht wird unterhalb der Sparren angebracht. Sie kann eine Zwischensparrendämmung ergänzen und Wärmebrücken reduzieren, kostet allerdings etwas Raumhöhe. Aufsparrendämmung: Die Dämmung liegt oberhalb der Sparren. Dadurch entsteht eine weitgehend durchgehende Dämmschicht. Diese Lösung ist besonders interessant, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt wird, ist aber normalerweise aufwendiger und teurer. Häufig werden auch mehrere Verfahren miteinander kombiniert.
Für eine Dachdämmung stehen verschiedene Dämmstoffe zur Verfügung. Mineralwolle wird sehr häufig eingesetzt und bietet gute Wärme-, Schall- und Brandschutzeigenschaften. Holzfaser kann insbesondere bei Dachkonstruktionen interessant sein und bietet unter anderem einen guten sommerlichen Wärmeschutz. Daneben gibt es beispielsweise EPS, PUR/PIR und weitere mineralische oder nachwachsende Dämmstoffe. Welcher Dämmstoff sinnvoll ist, hängt von Dachaufbau, verfügbarer Aufbauhöhe, gewünschtem Dämmwert, Brandschutz, Feuchteverhalten und Budget ab.
Nein. Bei einer Zwischen- oder Untersparrendämmung kann die Dämmung häufig von innen eingebaut werden, ohne die komplette Dacheindeckung zu entfernen. Bei einer Aufsparrendämmung muss die vorhandene Dacheindeckung dagegen normalerweise aufgenommen werden. Deshalb bietet sich diese Variante besonders an, wenn ohnehin eine Dachsanierung oder Neueindeckung geplant ist. Ist die vorhandene Dacheindeckung bereits alt und soll in wenigen Jahren erneuert werden, kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, beide Maßnahmen miteinander zu verbinden.
Eine einfache Dämmung der obersten Geschossdecke eines Einfamilienhauses kann je nach Fläche und Aufbau häufig innerhalb weniger Arbeitstage durchgeführt werden. Eine komplette Dämmung der Dachflächen ist aufwendiger. Bei einem normalen Einfamilienhaus sollte dafür – abhängig von Dämmverfahren und Umfang – grob mit mehreren Tagen bis etwa zwei Wochen gerechnet werden. Bei einer Aufsparrendämmung mit neuer Dacheindeckung dauert das Gesamtprojekt entsprechend länger. Wetter, Dachgröße, Dachfenster, Gauben und notwendige Vorarbeiten beeinflussen die tatsächliche Bauzeit.
Für eine BEG-Förderung der Dachdämmung beziehungsweise der obersten Geschossdecke wird grundsätzlich ein Energieeffizienz-Experte für die technischen Nachweise eingebunden. Dieser prüft unter anderem den geplanten Dämmaufbau und ob die technischen Mindestanforderungen der Förderung erreicht werden. Soll zusätzlich der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten genutzt werden, muss ein entsprechender individueller Sanierungsfahrplan vorliegen und die Maßnahme die dafür geltenden Voraussetzungen erfüllen. Bei EINMAL6 kann die Abstimmung mit dem Energieeffizienz-Experten in den Projektablauf integriert werden.
Lübeck und Umgebung
Wir besprechen Ihre Immobilie, ordnen die nächsten Schritte ein und koordinieren bei Bedarf die beteiligten Gewerke und Fachpartner.